Zeitungen des Jahres 2001, Ausgabe Oktober:


 
 
... Mit der CD "Gruß aus Steglitz" die Vergangenheit neu erleben

Alle Steglitzer, die sich für Ihren Bezirk und seine Geschichte interessieren und einen Computer besitzen, können sich freuen. Im Oktober kommt die neue CD "Gruß aus Steglitz" mit mehr als 1.300 alten Ansichten des Bezirks.
Bereits im Frühjahr dieses Jahres stellte die Firma Jörg Becker Immobilien zusammen mit dem Heimatverein eine CD mit mehr als 500 historischen Ansichtskarten von Steglitz vor. Wir hatten darüber berichtet. Die Bilder wurden zu virtuellen Spaziergängen zusammengestellt und kommentiert. Was zunächst nur als Überraschung für die Mitglieder des Heimatvereins gedacht war, stieß auf großes Interesse - auch über Steglitz hinaus. Schon nach zwei Wochen hatte der Heimatverein alle 400 Exemplare verkauft. Für die neue CD gibt es mehr als 300 Vorbestellungen. Sie kommt Mitte Oktober 2001 heraus. Es handelt sich um die wohl umfangreichste Veröffentlichung historischer Ansichten eines Berliner Bezirks.

Stadtteilzeitung (SZ): Herr Becker, wie kamen Sie auf die Idee, eine CD mit alten Ansichten von Steglitz herauszugeben?

Jörg Becker (JB): Als waschechter Steglitzer in der vierten Generation interessiere ich mich schon seit langem für die Geschichte unseres Bezirks. Es ist schon beeindruckend, wie sich Steglitz - einst größte Landgemeinde Preußens - zum inzwischen fusionierten Berliner Großbezirk "Steglitz-Zehlendorf" entwickelt hat. Als Mitglied des Heimatvereins Steglitz hatte ich Gelegenheit, dessen umfangreiche Ansichtskartensammlung durchzusehen. Es war wie ein Spaziergang durch die Vergangenheit. Eindrücke, die ich gerne weitergeben wollte.

SZ: Stammen die vielen alten Bilder alle aus dem Bestand des Heimatvereins?

JB: Ein großer Teil ja. Wir haben jedoch auch auf die umfangreiche Ansichtskartensammlung des Arbeitskreises Historisches Lankwitz zurückgreifen können. Weiterhin haben uns 12 Sammler ihre Ansichtskarten zur Verfügung gestellt. Allen möchte ich bei dieser Gelegenheit herzlich danken. Aus mehr als 3.000 Ansichtskarten haben wir mehr als 1.000 Motive ausgewählt. Ergänzt wurde die Auswahl durch Bilder aus dem ersten Verwaltungsbericht der Landgemeinde Steglitz von 1911. Der überwiegende Teil der Bilder stammt aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, ein kleiner Teil aus der Zeit vor 1900 und einzelne Motive sogar von vor 1883. Beschädigungen der Karten sowie Flecken und Beschriftungen wurden mit großer Sorgfalt wegretuschiert. In einer Serie von 24 Bildpaaren werden den historischen Ansichtskarten dieselben Motive in Fotografien von 2001 gegenüber gestellt. Die Bilder stammen von Herrn Klaus Recke, dem neuen Vorsitzenden des Heimatvereins Steglitz, der diese noch bis zum 31. Oktober ausstellt. Die Ausstellung steht unter dem Motto "Unser Heimatbezirk einst und jetzt" und erfolgt im Heimatmuseum in der Drakestraße 64A.

SZ: Was ist anders gegenüber Ihrer ersten CD?

JB: Bei der ersten CD waren es 12 Spaziergänge. Diese wurden um zahlreiche Bilder ergänzt und auf mehr als 30 Spaziergänge erweitert. Jetzt sind auch die Ortsteile Lankwitz, Lichterfelde und Südende vertreten. Alle Bilder wurden, sofern erforderlich, kommentiert. Der bekannte Heimatkundler und Steglitz-Experte Wolfgang Holtz und der Lankwitz-Kenner Wolfgang Friese vom Arbeitskreis Historisches Lankwitz haben hierbei nachhaltig geholfen.

SZ: Was ist alles von Lankwitz zu sehen?

JB: Der Ortsteil Lankwitz ist mit mehr als 250 Bildern vertreten. Gezeigt werden 6 Spaziergänge und die Bilder aus der Chronik von Lankwitz, die 1911 der Heimatchronist Karl Helmstädt veröffentlicht hat. Ein Spaziergang führt von der Dreifaltigkeitskirche zum Bahnhof Lankwitz. Ein weiterer über die Lankwitzer Dorfaue und einer durchs Komponistenviertel. Wer möchte, kann über die alte Kaiser-Wilhelm-Straße flanieren. Aber auch Lankwitz-Ost und Lankwitz-Süd kommen nicht zu kurz.

SZ: Und wie sieht es mit Lichterfelde und Südende aus?

Beide Ortsteile sind mit jeweils 3 Spaziergängen und rund 200 bzw. 100 Ansichten vertreten. Hinzu kommen noch zwei Zusammenstellungen von Institutionen und Gaststätten für alle Ortsteile.

SZ: Was muß man machen, um sich die Bilder von der CD anzuschauen?

JB: Außer der CD braucht man nur einen Computer. Die Bedienung ist kinderleicht. Man muß die CD nur in das CD-Laufwerk des Computers einlegen. Im Computer muß nichts installiert werden. Die CD startet von selbst und schon nach wenigen Sekunden kann der erste Spaziergang durch das alte Steglitz beginnen. Durch Tastendruck kann man den Spaziergang anhalten und auch zurücklaufen.

SZ: Wo gibt es die neue CD "Gruß aus Steglitz" und was kostet sie?

JB: Alle Interessierten, die einen Internet-Zugang besitzen, können die CD direkt über www.steglitz-cd.de oder per e-mail unter steglitz-cd@jbi-berlin.de bestellen.
Man kann sie sich aber auch ab 15.10.2001 beim Heimatverein Steglitz in der Drakestraße 64A in Berlin Lichterfelde während der Öffnungszeiten abholen. Oder beim Nachbarschaftsverein Lankwitz am Hindenburgdamm 28 bzw. im Halbauer Weg 2 werktags von 9:00 bis 16:00 Uhr.
Telefonische Bestellungen sind ebenfalls möglich unter 030/ 795 50 50.
Die CD wird teilweise durch Werbung finanziert und kostet daher nur 9,50 €. Das sind 18,52 DM. Der Versand erfolgt ohne Aufschlag.

SZ: Herr Becker, wir wünschen Ihnen viel Erfolg und danken für das Gespräch.

Internet: www.steglitz-cd.de
e-mail: steglitz-cd@jbi-berlin.de
Telefon: 030/ 795 50 50


zurück | letzte Änderung: 9. Oktober 2001, webmaster